SCHUTZ VOR UMWELTKATASTROPHEN
LAWINEN KEINE CHANCE
Durch das regelmäßige Mähen und Weiden entstehen gepflegte Wiesen mit kurzem Bewuchs, die den Schnee besser halten. Die durch die Bewirtschaftung vorhandene hohe Pflanzenvielfalt sorgt für einen tief verwurzelten Grasteppich, der auch ungünstigen Witterungsbedingungen standhält und Erdrutschen besser entgegenhalten kann. Unbewirtschaftete Wiesen mit langen, ungemähten Gräsern werden von der Schneelast zu Boden gedrückt und sind ideale Rutschrampen, auf denen sich Schneebretter leicht lösen und zur unberechenbaren Lawinengefahr werden können.
EIN TEIL UNSERER KULTUR
Im Sommer bewirtschaften unsere Bergbauern neben Grünland zusätzlich die Almflächen. Gerade in den Steil- und Berglagen der Alpenregionen ist dabei viel Handarbeit notwendig. Ohne die wertvolle Arbeit der Bergbauern wäre unsere Kulturlandschaft in den Bergen, wie wir sie heute kennen, innerhalb von 60 bis 80 Jahren aufgrund von Verdunkelung verschwunden. Das Bewirtschaften der Grünflächen verhindert auch Umweltkatastrophen wie Murenabgänge und Erdrutsche.
FÖRDERUNG DES ARTENREICHTUMS
Heumilchkühe verbringen viel Zeit auf Wiesen, Weiden und Almen. Durch das Grasen der Grünflächen geben diese den Pflanzen Wachstumsimpulse. Dadurch ist keine permanente Nachsaat notwendig. Außerdem sorgt die hohe Pflanzendichte auf den von Heumilchbauern bewirtschafteten Wiesen dafür, dass weniger Düngemittel als bei intensiv genutzten Flächen eingesetzt werden müssen.
